Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Vertrauen in die Banken tief erschĂŒttert. Eine der Folgen: Die Tresorbranche spĂŒrt eine deutlich höhere Nachfrage nach WertschrĂ€nken, Safes und anderen sicheren Aufbewahrungsorten (darĂŒber hatte unser Blog schon einmal berichtet: http://www.extrasafe.de/blog/archives/36-Trotz-Finanzkrise-Ruhe-bewahren-beim-Tresorkauf.html). Doch Achtung: Beim Tresorkauf sollte man sich nicht ĂŒbers Ohr hauen lassen. In einem Test hat das Sat1-Magazin "Planetopia" jetzt festgestellt, dass allzu viele HĂ€ndler mit Billigtresoren aufwarten, die ihr Geld nicht wert sind.
Die Angebote sind allzu verlockend: 30-Euro SchnĂ€ppchen fĂŒr einen Safe aus dem Baumarkt, 50 Euro fĂŒr einen Tresor, der angeblich zu hundert Prozent sicher ist. Viele verunsicherte BĂŒrger lassen sich von diesen Angeboten in die Irre fĂŒhren. Der Tresor-Techniker von Planetopia aber zeigt, wie mit ein paar Handgriffen und professionellem Werkzeug der Safe geöffnet werden kann, ohne dass auch nur das Schloss beschĂ€digt wird. Das Erstaunen bei den Betroffenen ist meist groĂ.
Die Experten im Magazin erklĂ€ren weiter, dass es sich bei vielen Produkten um "bessere Spardosen" handelt, deren Mechanik ohne groĂen Aufwand geknackt werden kann. Weil die TĂ€ter hĂ€ufig noch nicht einmal Spuren hinterlassen, ergibt das spĂ€ter auch Probleme mit der Versicherung Den Namen "Tresor" hĂ€tten die meisten Angebote daher gar nicht verdient. Weiterer hĂ€ufig gesehener Fehler: Die Tresore werden nicht in der Wand verankert. Stattdessen setzen ihre Besitzer voll auf das Eigengewicht - ein Irrtum, wie die Spezialisten wĂ€hrend der Sendung aufdecken. Viele EinbruchsfĂ€lle haben bewiesen, dass sich Diebe auch von einer Schwere von mehreren hundert Kilo nicht abschrecken lassen. Und noch nicht mal dieses Gewicht wird von den meisten Billigprodukten erreicht.
Zum Schluss des Beitrags geben die Tresor-Techniker den Zuschauern mit auf den Weg: Einen Tresor schafft man sich meist nur einmal im Leben an, deswegen sollte man gerade da auf QualitÀt und ein zertifiziertes Produkt achten.
Vor dem Hintergrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verlieren immer mehr Kunden ihr Vertrauen gegenĂŒber den Banken und setzen stattdessen auf eigene Tresore und WertschrĂ€nke. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vermeldeten manche TresorhĂ€ndler seit letztem Herbst Umsatzsteigerungen von dreiĂig Prozent.
Safe-Hersteller bestĂ€tigen einen gesteigerten Beratungsbedarf sowie ein erhöhtes SicherheitsbedĂŒrfnis. Gerade feuerfeste PanzerschrĂ€nke und andere Tresore in gehobenem Preissegment werden verstĂ€rkt nachgefragt. Mittlerweile ist sogar von LieferengpĂ€ssen die Rede.
Unterdessen warnt jedoch der Branchenverband "European Security System Association" vor allzu ĂŒberhasteten Entscheidungen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation und dem gestiegenen Misstrauen sei es nötig, beim Tresorkauf keine Panik aufkommen zu lassen und auf QualitĂ€t zu achten. Nur ein Tresor mit einer sachgemĂ€Ăen Verankerung und entsprechender Sicherheitszertifizierung kann helfen, Einbrechern den Diebstahl effektiv zu erschweren.
SĂ€mtliche Tresore mit einem solchen Siegel wurden vorab von einem Testinstitut eingehend geprĂŒft. Durch die ĂberprĂŒfung werden die Safes auf Kriterien wie den Widerstandswert gegenĂŒber thermischen und mechanischen Einbruchsmechanismen ĂŒberprĂŒft. DarĂŒber hinaus werden die Standards wĂ€hrend der Produktion immer wieder kontrolliert. Durch die Vorschriften der Richtlinie ist garantiert, dass nur vorher zertifizierte Schlösser in den Tresor eingebaut werden.
Entspricht ein untersuchter Safe den Richtlinien, erhĂ€lt er eine VdS-PrĂŒfplakette, die an der Innenseite der TresortĂŒr befindet. Das PrĂŒfsiegel ist europaweit einheitlich, wodurch ein Vergleich verschiedener Anbieter erleichtert wird.
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