Vor dem Hintergrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verlieren immer mehr Kunden ihr Vertrauen gegenüber den Banken und setzen stattdessen auf eigene Tresore und Wertschränke. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vermeldeten manche Tresorhändler seit letztem Herbst Umsatzsteigerungen von dreißig Prozent.
Safe-Hersteller bestätigen einen gesteigerten Beratungsbedarf sowie ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis. Gerade feuerfeste Panzerschränke und andere Tresore in gehobenem Preissegment werden verstärkt nachgefragt. Mittlerweile ist sogar von Lieferengpässen die Rede.
Unterdessen warnt jedoch der Branchenverband "European Security System Association" vor allzu überhasteten Entscheidungen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation und dem gestiegenen Misstrauen sei es nötig, beim Tresorkauf keine Panik aufkommen zu lassen und auf Qualität zu achten. Nur ein Tresor mit einer sachgemäßen Verankerung und entsprechender Sicherheitszertifizierung kann helfen, Einbrechern den Diebstahl effektiv zu erschweren.
Immer wieder kommt es vor, dass Tresore entsorgt werden müssen. Dies kann zum einen an einem Neukauf eines Panzerschrankes liegen, zum anderen aber stehen Hauskäufer manchmal vor dem Problem, dass die Vorbesitzer ihren alten Tresor nicht mitgenommen haben. Wie aber löst man einen Tresor aus seiner Verankerung und entsorgt ihn fachgerecht?
Viele Tresorfachhändler bieten eine fachgerechte Entsorgung alter oder nicht mehr gebrauchter Tresore an. Die Dienstleistungen reichen von der ordnungsgemäßen Demontage bis hin zum Abtransport. Viele Wertbehälter beinhalten Werkstoffe, die wiederverwendet werden können. Um sämtliche Komponenten eines Tresors zu nutzen, muss dieser richtig zerlegt werden. Auch bei dem Umgang mit gesundheitsschädlichen Stoffen, die sich vor allem in älteren Tresoren finden, ist Sachverstand gefragt. Hier gilt es, die entsprechenden Umweltvorschriften bei der Entsorgung zu beachten.
Die evangelische Kirche in Lahr (Ortenaukreis) wurde Opfer einer noch unbekannten Diebesbande. In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag drangen die Täter in die Sakristei des Gotteshauses ein, welches sich im Lahrer Stadtteil Kippenheimweiler befindet.
Der dort verankerte Tresor wurde aufgebrochen, aus der Wandhalterung gerissen und schließlich von den Räubern mitgenommen. Im Safe waren nicht nur die Opferbeiträge der vorherigen Weihnachtsgottesdienste und mehrere Messbecher, sondern auch die Kollekte für die Hilfsaktion "Brot für die Welt". Diese ist für die Unterstützung hungerleidender Menschen in Entwicklungsländern vorgesehen und dient der Bekämpfung der Armut.
Die Polizei schätzt den Schaden vor diesem Hintergrund auf einige Tausend Euro. Sie erbittet sich die Mithilfe der Bürger und empfiehlt als Vorsichtsmaßnahme, Tresore fest in der Wand verankern zu lassen.
Durch Umbauten oder Änderung in den Vermögensgegenständen werden von Zeit zu Zeit Reparaturen und Umrüsten von Tresoren nötig. Bei nachträglichen Änderungen von Wertbehältnissen ist allerdings Achtung geboten.
Ein Safe sollte generell nur vom jeweiligen Hersteller beziehungsweise von einem Fachmann umgerüstet werden. Manche Hersteller autorisieren sich gegenseitig für den Prozess der Reparaturen. Als Endkunde sollte man darauf achten, dass die externen Sicherheitstechniker, die mitunter eingesetzt werden, von den Herstellern im Vorfeld eingehend geschult wurden. In der Regel erhalten Servicetechniker nach entsprechenden Schulungen auch Zertifikate und sollten sich ausweisen können.
Im westfälischen Rheine wurde in der Nacht zu Samstag ein Tresor aus der Wand einer Bäckerei gebrochen. Die Einbrecher haben damit einen Schaden von ungefähr 3000 Euro angerichtet.
Als eine Mitarbeiterin am Samstagmorgen ihren Dienst antreten wollte, fiel ihr die offene Tür auf. Noch am Abend zuvor war alles in Ordnung gewesen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter gezielt nach dem Geldbehältnis gesucht und den Safe schließlich gefunden hatten.
Nicht näher bekannte Einbrecher sorgten am Wochenende in einem Tübinger Fitnessstudio für einen Schaden in noch unbekannter Höhe: In der Nacht von Samstag auf Sonntag entwendeten sie einen Tresor mit einem Gewicht von 250 Kilogramm aus dem Center. Um in das Gebäude einzudringen, hatten sie ein Fenster eingeschlagen und von innen eine Notfall-Ausgangstür geöffnet. Die Polizei sicherte den Tatort ab und nahm ihre Ermittlungen auf.
Dieser Fall, der nach Angaben der Behörden kein Einzelfall darstellt, zeigt, wie wichtig das Gewicht eines Safes ist. Experten raten, einen möglichst schweren Sicherheitsschrank zu verwenden. Um Diebstähle dieser Art zu vermeiden empfiehlt es sich außerdem, seinen Tresor professionell verankern zu lassen. Frei stehende Tresore sind - gerade bei leichtem Gewicht - besonders einfache Beute für ungebetene Gäste. Eine Verankerung des Sicherheitsschrankes an einem nicht einfach zugänglichen Ort dagegen erhöht den Schutz für die im Safe gelagerten Wertgegegenstände und den Schrank selbst.
Beim Kauf eines Tresors sollten Sie auf Qualität achten und möglichst geprüfte Wertschutzschränke kaufen.
Die VdS Klassen 0 - 5 bieten für den privaten Bedarf meist ausreichend Versicherungsschutz. Wichtig ist jedoch, dass Sie auch der Verankerungspflicht nachkommen. Bei Wertschutzschränken unter 1000 kg Gewicht müssen diese Schränke nach den Bedingungen der Sachversicherer sicher befestig werden.
Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf eines Tresors, ob die Bodenbeschaffenheit eine nachhaltige Befestigung möglich macht.
Wertschutzschränke haben im Boden bauseits eine oder mehrere Bohrungen zur Befestigung. Sollte eine Bodenbefestigung ausgeschlossen sein ( z.B. wegen einer Fußbodenheizung), so sprechen Sie mit Ihrem Tresorlieferanten über andere Alternativen.
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