Ist die Türe, der Tresor und sind die Fenster abgeschlossen? Bei Einbrüchen in Häusern, Wohnungen und Betrieben stellt die Polizei öfter fest, dass diese Einbrüche auch zu verhindern gewesen wären. Hauptsächlich sind Fenster und Balkontüren die Schwachstellen im Haus. Es sind hierbei vor allem die Tür- sowie Fensterrahmen, die von Einbrechern bearbeitet werden. Hier wird mittlerweile eine gute Sicherungstechnik angeboten, die auch nachträglich eingebaut werden kann. Diese und weitere Informationen hat die Polizei Hamburg nun in einem nützlichen Flyer mit Sicherheitstipps und Verhaltensvorgaben veröffentlicht, der auch hier online gelesen werden kann. Wem das nicht genügt, kann zusätzlich eine kostenlose Beratung bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle anfordern.
In Anbetracht der Vertrauenskrise gegenüber Investmentbanken und Finanzmarktspekulationen bewahren immer mehr Deutsche ihre Ersparnisse bei sich zu Hause auf. Doch die klassischen "Sparstrümpfe" haben ausgedient; stattdessen ist die Nachfrage nach Tresoren merkbar gestiegen.
Die Wertschränke dienen nicht nur der Aufbewahrung von Bargeld, Schmuck und Gold, immer häufiger werden auch persönliche Daten und Dokumentensammlungen im Safe aufbewahrt. Besonders wertvolle Familienfotos, Erb- und Erinnerungsstücke und andere hochwertige Materialien werden ebenfalls in Tresoren verstaut.
Angesichts des neuen Tresorbooms warnt die European Security System Association, der Dachverband der Sicherheitsbranche, jedoch vor unüberlegten Tresorkäufen. Nur Tresore mit ausreichender Sicherheitsstufe und guter Verankerung gewährleisten Sicherheit. Entscheidend sind neben Sturz- und Feuerprüfungen auch der Widerstandsgrad des Tresors. Entsprechende Gütesiegel, die meist an der Innentür angebracht sind, geben Ausschluss über die Qualität eines Wertschrankes. Je nach Kategorie kann ein Tresor dann einer Wärme zwischen 70 und 170 Grad Celsius standhalten. Um hinsichtlich der Qualität den eigenen Bedarf zu ermitteln, ist es also nötig, die Werte zu kennen, die untergebracht werden sollen. Die Sicherheitsstufe ist auch ein wichtiger Faktor bei der Versicherung der Wertgegenstände.
Bei der Bedarfsermittlung sollten jedoch auch zukünftige Entwicklungen berücksichtigt werden. Ein Tresor ist normalerweise kein gewöhnlicher Gebrauchsgegenstand, sondern wird über viele Jahre oder gar Jahrzehnte genutzt. Während Inflation und wirtschaftliche Entwicklung den Wert des gelagerten Inhalts schnell steigern, bleibt der maximale Versicherungsschutz für den Tresor konstant. Es ist also zu überlegen, ob nicht gleich eine Sicherheitsstufe über dem momentanen Bedarf gekauft werden sollte.
Ein weiteres Kriterium beim Tresorkauf ist das gewählte Volumen. Benutzer sollten sich vorher gut überlegen, was sie alles im Wertschrank verstauen wollen. Denn die Erfahrung zeigt: Ist erst einmal ein Safe im Haushalt, kommen schnell viele Dinge zusammen, die man dort aufbewahrt wissen will. Außerdem muss man sich für eine Verschlussart entschließen. Hier erweisen sich elektronische Lösungen als besonders praktisch, da zur Öffnung des Tresors kein Schlüssel nötig ist, der wiederum irgendwo versteckt sein muss. Fällt das Elektroschloss jedoch aus, braucht man auch hier zumindest einen Notschlüssel.
Sobald eine Entscheidung gefallen und der Tresor gekauft ist, geht es darum, einen geeigneten Platz zu finden. Es empfiehlt sich einen Ort auszuwählen, der für Gäste und ungewollte Besucher nicht sofort sichtbar ist. Gleichzeitig sollte man den Safe am Aufstellort massiv verankern können - in der Wand oder in den Boden. Übermäßige Feuchte oder Sonneneinstrahlung sind ebenfalls zu vermeiden, da die Elektronik bzw. die Feuerschutzisolierung darunter leiden könnten.
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