In Zeiten von spektakulären Kursgewinnen und -verlusten, einer weltumfassenden Finanzkrise und gesteigerter Unsicherheit aller Orten gibt es Branchen, die wie ein Fels in der Brandung stehen und dem allgemeinen Tohuwabohu Standhaftigkeit und Verlässlichkeit entgegensetzen: Tresorbauer erfreuen sich momentan nämlich einer außerordentlichen Beliebtheit. Wo Anleger misstrauisch gegenüber ihren Geldanlagen werden, setzen sie auf den relativ sicheren und stabilen Kauf von Gold oder lagern das Ersparte gleich ganz zu Hause. Dazu notwendig? Natürlich ein Safe!
Die gesamte Sicherheitsbranche verzeichnet daher ein dickes Plus bei den Aufträgen, um das gestiegene Sicherheitsbedürfnis verunsicherter Sparer zu befriedigen. Einige Hersteller von Tresoren melden, die Nachfrage habe sich um bis zu zwanzig Prozent erhöht.
Trotz aller Panik ist beim Tresorkauf statt Eile Geduld geboten. Billigprodukte sorgen nicht für die gewünschte Sicherheit und können allzu oft sehr leicht gefunden und geöffnet werden. Daher ist es ratsam, sich einen qualitativ hochwertig Tresor anzuschaffen, der über eine entsprechende Qualitätszertifizierung verfügt. Ein Safe mit Gütesiegel ist ab ungefähr fünfhundert Euro zu haben.
Tresore sollten auf den persönlichen Bedarf zugeschnitten sein. Erhöhte Sicherheit durch eine massive Bauweise bedeutet natürlich auch, dass der Preis steigt. Im Bereich der privaten Nutzung empfiehlt sich ein Tresor, der mindestens den Widerstandsgrad 0 trägt oder der EN 1143-1 (Europäische Norm) entspricht. Wer eine Höchstzahl von 65.000 Euro deponieren möchte, sollte auf einen Tresor des Widerstandsgrades 1 zurückgreifen. Die neutralen Experten der European Security Systems Association (ESSA) haben für die verschiedenen Sicherheitsstufen ebenfalls Referenzrahmen und Richtwerte angegeben. Danach können Werte in der Höhe von bis zu 5000 Euro in einem Safe der Sicherheitsstufe S1 verstaut werden, während für einen Wert bis 20.000 Euro die Sicherheitsstufe S2 empfohlen wird.
Wichtig ist neben der Auswahl des richtigen Tresors jedoch auch die Frage nach der Versicherung. Vor der Anschaffung sollte man sich über Konditionen und Bedingungen einer zusätzlichen Versicherungen für den Sicherheitsschrank informieren.
Bankexperten und Wirtschaftsfachleute weisen unterdessen darauf hin, dass die Aufbewahrungskosten gerade bei Gold sehr hoch sein könnten und zweifeln an der Stabilität der Anlage. In einem Tresor gelagertes Geld werfe darüber hinaus keine Zinsen ab, weshalb sie trotz Bankenkrise ein Girokonto für eine gute Alternative halten. Die aktuelle Nachfrage zeigt aber: Etwas von seinem Erspartem im sprichwörtlichen Sparstrumpf bzw. in einem Tresor zu haben, kann auch nie schaden.
Wer hätte das gedacht? Nicht die Neuwagen sind die beliebtesten Opfer von Autodiebstählen, sondern ältere Fahrzeuge. Dies ergab eine Erhebung zum Autodiebstahl der deutschen Versicherer.
Besonders gefährdet sind danach Autos, die mindestens zehn Jahre alt sind. Von den "Top 15" der meistgestohlenen Fahrzeuge erfüllen elf Wagen dieses Kriterium. Mag diese Tatsache auf den ersten Blick verwunderlich sein, ist sie bei genauerer Betrachtung mehr als logisch: Zum einen verfügen Autos älteren Jahrgangs häufig nicht über die aktuelle Sicherheitstechnik, wodurch sie leichter zu knacken sind. Zum anderen aber steigt der Bedarf nach Ersatzteilen im Laufe eines "Autolebens" erheblich an - somit ist es auch lukrativ, weniger moderne Modelle zu stehlen.
Die Untersuchung zeigt aber auch, dass die Zahl gestohlener PKW seit Jahren zurückgeht. Allein im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Versicherer im Jahr 2007 13 Prozent weniger Diebstähle. Vor einem Jahrzehnt noch hatte es die dreifache Zahl an Straftaten gegeben, vor 15 Jahren gar sechsmal so viele. Als Folge reduzierte sich auch die Summe der Entschädigungen: von 800 Millionen Euro im Jahre 1993 auf 178,3 Millionen Euro im letzten Jahr. Der durchschnittliche Erstattungswert für ein geklautes Auto beträgt knapp 11.000 Euro.
Häufigstes Objekt der Entwendung wurde der VW Caravelle Multivan, der bereits im Vorjahr auf einem vorderen Rang landete. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der BMW X5 sowie der Porsche Cayenne. Insgesamt tragen Porsche-Fahrer das größte Risiko: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Auto dieser Marke geklaut wird, ist im Vergleich zu allen anderen Marken am höchsten.
Etwas ungewöhnlich ist, dass auch das DDR-Kultfahrzeug Trabbi in der Untersuchung auftaucht, da 2007 gerade einmal vier Trabanten entwendet wurden. Die Auflistung ergibt sich aber aus dem sehr niedrigen Bestand an verbliebenen Trabbis.
Im Übrigen sollten sich vor allem Autofahrer in Hamburg und Berlin hüten: Hier machen sich am häufigsten Kriminelle an den eigenen vier Rädern zu schaffen. Am sichersten fährt es sich dagegen in Baden-Württemberg und Bayern.
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