Während einer Reise - gleich, ob geschäftlich oder privat - führt man in der Regel einige Wertgegenstände mit sich. Das Notebook mit den vertraulichen Daten, den Schmuck fürs Ausgehen oder wichtige Reisedokumente und Papiere - all dies muss natürlich auch in der Ferne gut gesichert sein.
Zu diesem Zweck bieten viele Hotels eigene Hotel- oder Zimmertresore an. Sie verfügen in der Regel über einen Benutzercode, der vom Hotelgast selbst angelegt wird, und einen Mastercode, mit dem der Hotelbesitzer im Falle eines Verlustes des Benutzercodes den Safe öffnen kann. Auf Reisen sollte also immer bedacht werden: Auch der Hotelbesitzer kann den Tresor öffnen! In der Regel ist dies kein Grund zur Sorge, denn immerhin sollte dieser am Wohl des Gastes interessiert sein.
Handelt es sich jedoch um Wertgegenstände mit hohem Wert, sollte genau überlegt werden, ob ein Transport notwendig ist oder eine Aufbewahrung im hauseigenen Tresor ausreicht.
Das Katholische Pfarramt im baden-württembergischen Lustnau wurde in der Nacht zum Donnerstag Opfer eines brutalen Einbruchs. Ein bislang noch unbekannter Dieb hatte sich gegen kurz vor Mitternacht Zugang zu dem Gebäude verschafft, indem er eine Fensterscheibe aufbrach. Im Pfarramt selbst wühlte er durch Büros, Schränke und Schubladen und brach Wertbehältnisse auf.
In einem Schrank fand der Einbrecher einen Tresor. Mangels einer guten Verankerung war es dem Täter möglich, den ungefähr 15 Kilogramm schweren und 40 Zentimeter hohen Safe durch das Fenster ins Freie zu wuchten. Dort schlug der Einbrecher den Tresor so lange gegen den Boden, bis sich das Behältnis deformierte und sich schließlich öffnen ließ.
Neben dem verursachten Sachschaden in vierstelliger Höhe gelang es dem Dieb außerdem, zwei Geldkassetten gefüllt mit Bargeld zu entwenden.
In Anbetracht der Vertrauenskrise gegenüber Investmentbanken und Finanzmarktspekulationen bewahren immer mehr Deutsche ihre Ersparnisse bei sich zu Hause auf. Doch die klassischen "Sparstrümpfe" haben ausgedient; stattdessen ist die Nachfrage nach Tresoren merkbar gestiegen.
Die Wertschränke dienen nicht nur der Aufbewahrung von Bargeld, Schmuck und Gold, immer häufiger werden auch persönliche Daten und Dokumentensammlungen im Safe aufbewahrt. Besonders wertvolle Familienfotos, Erb- und Erinnerungsstücke und andere hochwertige Materialien werden ebenfalls in Tresoren verstaut.
Angesichts des neuen Tresorbooms warnt die European Security System Association, der Dachverband der Sicherheitsbranche, jedoch vor unüberlegten Tresorkäufen. Nur Tresore mit ausreichender Sicherheitsstufe und guter Verankerung gewährleisten Sicherheit. Entscheidend sind neben Sturz- und Feuerprüfungen auch der Widerstandsgrad des Tresors. Entsprechende Gütesiegel, die meist an der Innentür angebracht sind, geben Ausschluss über die Qualität eines Wertschrankes. Je nach Kategorie kann ein Tresor dann einer Wärme zwischen 70 und 170 Grad Celsius standhalten. Um hinsichtlich der Qualität den eigenen Bedarf zu ermitteln, ist es also nötig, die Werte zu kennen, die untergebracht werden sollen. Die Sicherheitsstufe ist auch ein wichtiger Faktor bei der Versicherung der Wertgegenstände.
Bei der Bedarfsermittlung sollten jedoch auch zukünftige Entwicklungen berücksichtigt werden. Ein Tresor ist normalerweise kein gewöhnlicher Gebrauchsgegenstand, sondern wird über viele Jahre oder gar Jahrzehnte genutzt. Während Inflation und wirtschaftliche Entwicklung den Wert des gelagerten Inhalts schnell steigern, bleibt der maximale Versicherungsschutz für den Tresor konstant. Es ist also zu überlegen, ob nicht gleich eine Sicherheitsstufe über dem momentanen Bedarf gekauft werden sollte.
Ein weiteres Kriterium beim Tresorkauf ist das gewählte Volumen. Benutzer sollten sich vorher gut überlegen, was sie alles im Wertschrank verstauen wollen. Denn die Erfahrung zeigt: Ist erst einmal ein Safe im Haushalt, kommen schnell viele Dinge zusammen, die man dort aufbewahrt wissen will. Außerdem muss man sich für eine Verschlussart entschließen. Hier erweisen sich elektronische Lösungen als besonders praktisch, da zur Öffnung des Tresors kein Schlüssel nötig ist, der wiederum irgendwo versteckt sein muss. Fällt das Elektroschloss jedoch aus, braucht man auch hier zumindest einen Notschlüssel.
Sobald eine Entscheidung gefallen und der Tresor gekauft ist, geht es darum, einen geeigneten Platz zu finden. Es empfiehlt sich einen Ort auszuwählen, der für Gäste und ungewollte Besucher nicht sofort sichtbar ist. Gleichzeitig sollte man den Safe am Aufstellort massiv verankern können - in der Wand oder in den Boden. Übermäßige Feuchte oder Sonneneinstrahlung sind ebenfalls zu vermeiden, da die Elektronik bzw. die Feuerschutzisolierung darunter leiden könnten.
Der Amoklauf von Winnenden hat einmal mehr auf tragische Weise demonstriert, wie wichtig eine sichere Verwahrung von Waffen ist.
Besitzer von Jagdgewehren, Pistolen und anderen Waffen sollten bei der Aufbewahrung und Sicherung daher auf keinen Fall sparen. Bevor man einen Waffenschrank oder einen geeigneten Tresor erwirbt, sollte man sich daher genau erkundigen, ob dieser den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Bei unachtsamer Aufbewahrung der Waffen kann der Waffenbesitzer zur Haftung gebracht werden; daneben drohen drastische Strafen wie der Entzug des Waffenscheins.
Waffenbesitzer sollten sich darüber hinaus genau überlegen, in welchem Raum sie den Tresor installieren lassen. Grundsätzlich ist ein eher versteckter und nicht einfach zugänglicher Ort zu empfehlen. Eventuell sollte überlegt werden, den genauen Aufbewahrungsort der Waffen ganz zu verschweigen - wenngleich klar sein muss, dass Geheimniskrämerei möglicherweise zusätzliches Interesse weckt.
Gerade, wenn Kleinkinder oder psychisch angeschlagene Menschen im Haus wohnen, kann es sinnvoll sein, die Waffen außerhalb des eigenen Hauses zu verstauen. Über Verwahrungsmöglichkeiten können Erkundigungen etwa beim örtlichen Schützenverein eingeholt werden.
Vor dem Hintergrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verlieren immer mehr Kunden ihr Vertrauen gegenüber den Banken und setzen stattdessen auf eigene Tresore und Wertschränke. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vermeldeten manche Tresorhändler seit letztem Herbst Umsatzsteigerungen von dreißig Prozent.
Safe-Hersteller bestätigen einen gesteigerten Beratungsbedarf sowie ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis. Gerade feuerfeste Panzerschränke und andere Tresore in gehobenem Preissegment werden verstärkt nachgefragt. Mittlerweile ist sogar von Lieferengpässen die Rede.
Unterdessen warnt jedoch der Branchenverband "European Security System Association" vor allzu überhasteten Entscheidungen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation und dem gestiegenen Misstrauen sei es nötig, beim Tresorkauf keine Panik aufkommen zu lassen und auf Qualität zu achten. Nur ein Tresor mit einer sachgemäßen Verankerung und entsprechender Sicherheitszertifizierung kann helfen, Einbrechern den Diebstahl effektiv zu erschweren.
In Zeiten von spektakulären Kursgewinnen und -verlusten, einer weltumfassenden Finanzkrise und gesteigerter Unsicherheit aller Orten gibt es Branchen, die wie ein Fels in der Brandung stehen und dem allgemeinen Tohuwabohu Standhaftigkeit und Verlässlichkeit entgegensetzen: Tresorbauer erfreuen sich momentan nämlich einer außerordentlichen Beliebtheit. Wo Anleger misstrauisch gegenüber ihren Geldanlagen werden, setzen sie auf den relativ sicheren und stabilen Kauf von Gold oder lagern das Ersparte gleich ganz zu Hause. Dazu notwendig? Natürlich ein Safe!
Die gesamte Sicherheitsbranche verzeichnet daher ein dickes Plus bei den Aufträgen, um das gestiegene Sicherheitsbedürfnis verunsicherter Sparer zu befriedigen. Einige Hersteller von Tresoren melden, die Nachfrage habe sich um bis zu zwanzig Prozent erhöht.
Trotz aller Panik ist beim Tresorkauf statt Eile Geduld geboten. Billigprodukte sorgen nicht für die gewünschte Sicherheit und können allzu oft sehr leicht gefunden und geöffnet werden. Daher ist es ratsam, sich einen qualitativ hochwertig Tresor anzuschaffen, der über eine entsprechende Qualitätszertifizierung verfügt. Ein Safe mit Gütesiegel ist ab ungefähr fünfhundert Euro zu haben.
Tresore sollten auf den persönlichen Bedarf zugeschnitten sein. Erhöhte Sicherheit durch eine massive Bauweise bedeutet natürlich auch, dass der Preis steigt. Im Bereich der privaten Nutzung empfiehlt sich ein Tresor, der mindestens den Widerstandsgrad 0 trägt oder der EN 1143-1 (Europäische Norm) entspricht. Wer eine Höchstzahl von 65.000 Euro deponieren möchte, sollte auf einen Tresor des Widerstandsgrades 1 zurückgreifen. Die neutralen Experten der European Security Systems Association (ESSA) haben für die verschiedenen Sicherheitsstufen ebenfalls Referenzrahmen und Richtwerte angegeben. Danach können Werte in der Höhe von bis zu 5000 Euro in einem Safe der Sicherheitsstufe S1 verstaut werden, während für einen Wert bis 20.000 Euro die Sicherheitsstufe S2 empfohlen wird.
Wichtig ist neben der Auswahl des richtigen Tresors jedoch auch die Frage nach der Versicherung. Vor der Anschaffung sollte man sich über Konditionen und Bedingungen einer zusätzlichen Versicherungen für den Sicherheitsschrank informieren.
Bankexperten und Wirtschaftsfachleute weisen unterdessen darauf hin, dass die Aufbewahrungskosten gerade bei Gold sehr hoch sein könnten und zweifeln an der Stabilität der Anlage. In einem Tresor gelagertes Geld werfe darüber hinaus keine Zinsen ab, weshalb sie trotz Bankenkrise ein Girokonto für eine gute Alternative halten. Die aktuelle Nachfrage zeigt aber: Etwas von seinem Erspartem im sprichwörtlichen Sparstrumpf bzw. in einem Tresor zu haben, kann auch nie schaden.
Wer hätte das gedacht? Nicht die Neuwagen sind die beliebtesten Opfer von Autodiebstählen, sondern ältere Fahrzeuge. Dies ergab eine Erhebung zum Autodiebstahl der deutschen Versicherer.
Besonders gefährdet sind danach Autos, die mindestens zehn Jahre alt sind. Von den "Top 15" der meistgestohlenen Fahrzeuge erfüllen elf Wagen dieses Kriterium. Mag diese Tatsache auf den ersten Blick verwunderlich sein, ist sie bei genauerer Betrachtung mehr als logisch: Zum einen verfügen Autos älteren Jahrgangs häufig nicht über die aktuelle Sicherheitstechnik, wodurch sie leichter zu knacken sind. Zum anderen aber steigt der Bedarf nach Ersatzteilen im Laufe eines "Autolebens" erheblich an - somit ist es auch lukrativ, weniger moderne Modelle zu stehlen.
Die Untersuchung zeigt aber auch, dass die Zahl gestohlener PKW seit Jahren zurückgeht. Allein im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Versicherer im Jahr 2007 13 Prozent weniger Diebstähle. Vor einem Jahrzehnt noch hatte es die dreifache Zahl an Straftaten gegeben, vor 15 Jahren gar sechsmal so viele. Als Folge reduzierte sich auch die Summe der Entschädigungen: von 800 Millionen Euro im Jahre 1993 auf 178,3 Millionen Euro im letzten Jahr. Der durchschnittliche Erstattungswert für ein geklautes Auto beträgt knapp 11.000 Euro.
Häufigstes Objekt der Entwendung wurde der VW Caravelle Multivan, der bereits im Vorjahr auf einem vorderen Rang landete. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der BMW X5 sowie der Porsche Cayenne. Insgesamt tragen Porsche-Fahrer das größte Risiko: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Auto dieser Marke geklaut wird, ist im Vergleich zu allen anderen Marken am höchsten.
Etwas ungewöhnlich ist, dass auch das DDR-Kultfahrzeug Trabbi in der Untersuchung auftaucht, da 2007 gerade einmal vier Trabanten entwendet wurden. Die Auflistung ergibt sich aber aus dem sehr niedrigen Bestand an verbliebenen Trabbis.
Im Übrigen sollten sich vor allem Autofahrer in Hamburg und Berlin hüten: Hier machen sich am häufigsten Kriminelle an den eigenen vier Rädern zu schaffen. Am sichersten fährt es sich dagegen in Baden-Württemberg und Bayern.
Für den Fall der Fälle sollten Sie rechtzeitig vorsorgen und für Ihre wichtigsten persönlichen Dokumente, Formulare und Policen einen Schnellhefter und eine Kladde oder einen Ordner anlegen.
Den Schnellhefter lagern Sie in einer feuersicheren Kassette, der Ordner kommt in Ihren neuen Tresor.
Als Hinweis, welche Unterlagen in eine solche doppelte Ablage gehören hier die Themenbereiche:
1. Persönliche Ausweise
2. Gesundheitsdokumente
3. Finanzunterlagen
4. Verträge
5. Versicherungsunterlagen
6. Kirchen- und Stammbücher
7. Wohnungs- und Immobilienverträge
8. Ausbildungs- und Arbeitsvertäge sowie Zeugnisse
9. diverse weitere wichtige Unterlagen.
Turnusmäßig, mindestens jährlich, sollten Sie diese Sammlung auf Aktualität überprüfen.
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