Das Auto ersetzt den Tresor nicht: Diese Erkenntnis lÀsst sich aus zahlreichen Kriminalstatistiken ableiten, aber leider auch immer wieder an konkreten FÀllen sehen. So wurde vergangene Woche in Worms ein Auto aufgebrochen, in dem eine Frau ihre Handtasche leichtsinnigerweise auf dem Beifahrersitz gelassen hatte. Noch dazu war das Schiebedach des Autos gekippt gewesen, sodass das Aufbrechen noch "attraktiver" wurde. Die Diebe erbeuteten eine geschÀtzte Bargeldsumme von 400 Euro sowie die Scheckkarte der Frau.
WertgegenstĂ€nde sollten nur wenn unbedingt nötig mitgefĂŒhrt, dann jedoch niemals unbeaufsichtigt gelassen werden. Selbst bei kĂŒrzeren Parkzeiten oder beim Tanken sollte Bargeld und Papiere nicht im Auto verbleiben. Experten raten jedoch, Wertsachen von Anfang an zu Hause in einem gut verankerten Tresor aufzubewahren. Doch auch zu Hause ist Vorsicht geboten: Hier sollten die Fenster geschlossen werden und der Safe so angebracht, dass er sich nicht aus der Verankerung lösen oder aufflexen lĂ€sst.
Wer hÀtte das gedacht? Nicht die Neuwagen sind die beliebtesten Opfer von AutodiebstÀhlen, sondern Àltere Fahrzeuge. Dies ergab eine Erhebung zum Autodiebstahl der deutschen Versicherer.
Besonders gefĂ€hrdet sind danach Autos, die mindestens zehn Jahre alt sind. Von den "Top 15" der meistgestohlenen Fahrzeuge erfĂŒllen elf Wagen dieses Kriterium. Mag diese Tatsache auf den ersten Blick verwunderlich sein, ist sie bei genauerer Betrachtung mehr als logisch: Zum einen verfĂŒgen Autos Ă€lteren Jahrgangs hĂ€ufig nicht ĂŒber die aktuelle Sicherheitstechnik, wodurch sie leichter zu knacken sind. Zum anderen aber steigt der Bedarf nach Ersatzteilen im Laufe eines "Autolebens" erheblich an - somit ist es auch lukrativ, weniger moderne Modelle zu stehlen.
Die Untersuchung zeigt aber auch, dass die Zahl gestohlener PKW seit Jahren zurĂŒckgeht. Allein im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Versicherer im Jahr 2007 13 Prozent weniger DiebstĂ€hle. Vor einem Jahrzehnt noch hatte es die dreifache Zahl an Straftaten gegeben, vor 15 Jahren gar sechsmal so viele. Als Folge reduzierte sich auch die Summe der EntschĂ€digungen: von 800 Millionen Euro im Jahre 1993 auf 178,3 Millionen Euro im letzten Jahr. Der durchschnittliche Erstattungswert fĂŒr ein geklautes Auto betrĂ€gt knapp 11.000 Euro.
HĂ€ufigstes Objekt der Entwendung wurde der VW Caravelle Multivan, der bereits im Vorjahr auf einem vorderen Rang landete. Auf den PlĂ€tzen zwei und drei folgen der BMW X5 sowie der Porsche Cayenne. Insgesamt tragen Porsche-Fahrer das gröĂte Risiko: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Auto dieser Marke geklaut wird, ist im Vergleich zu allen anderen Marken am höchsten.
Etwas ungewöhnlich ist, dass auch das DDR-Kultfahrzeug Trabbi in der Untersuchung auftaucht, da 2007 gerade einmal vier Trabanten entwendet wurden. Die Auflistung ergibt sich aber aus dem sehr niedrigen Bestand an verbliebenen Trabbis.
Im Ăbrigen sollten sich vor allem Autofahrer in Hamburg und Berlin hĂŒten: Hier machen sich am hĂ€ufigsten Kriminelle an den eigenen vier RĂ€dern zu schaffen. Am sichersten fĂ€hrt es sich dagegen in Baden-WĂŒrttemberg und Bayern.
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