Die Advents- und Weihnachtszeit sollte traditionell eigentlich besinnlich und ruhig sein. Doch stattdessen stellen sich die Wochen vor dem Fest für viele als besonders stressig hervor: Weihnachtsfeier im Büro, Krippenspiel der Kinder, Besorgungen und Vorbereitungen. Die Liste der Anlässe, zu denen man im Dezember das Haus verlassen muss, könnte beliebig fortgesetzt werden.
Und genau hier lauert die Gefahr: Viele Einbrecher nutzen die Abwesenheit von Hausbesitzern, um sich unerlaubten Zutritt zu Bargeld, Technik und Tresor zu verschaffen. Weil in den Wintermonaten die Tage besonders kurz sind und schon früh die Nacht hereinbricht, können sie sich häufig unbeobachtet an Safes und Wertgegenständen vergreifen.
Es empfiehlt sich daher, in dieser Zeit besonders achtsam zu sein. Machen Sie mindestens einen gründlichen Check und überpfrüfen Sie die ordnungsgemäße Funktionsweise und Verankerung des Tresors. Stellen Sie sicher, dass Wertgegenstände sicher darin eingeschlossen werden. Schließen Sie die Rolläden früh, sodass es für Diebe aufwändiger wird, ins Haus zu gelangen. Und beten Sie bei längerer Abwesenheit eine Vertrauensperson, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen.
Das Katholische Pfarramt im baden-württembergischen Lustnau wurde in der Nacht zum Donnerstag Opfer eines brutalen Einbruchs. Ein bislang noch unbekannter Dieb hatte sich gegen kurz vor Mitternacht Zugang zu dem Gebäude verschafft, indem er eine Fensterscheibe aufbrach. Im Pfarramt selbst wühlte er durch Büros, Schränke und Schubladen und brach Wertbehältnisse auf.
In einem Schrank fand der Einbrecher einen Tresor. Mangels einer guten Verankerung war es dem Täter möglich, den ungefähr 15 Kilogramm schweren und 40 Zentimeter hohen Safe durch das Fenster ins Freie zu wuchten. Dort schlug der Einbrecher den Tresor so lange gegen den Boden, bis sich das Behältnis deformierte und sich schließlich öffnen ließ.
Neben dem verursachten Sachschaden in vierstelliger Höhe gelang es dem Dieb außerdem, zwei Geldkassetten gefüllt mit Bargeld zu entwenden.
400 Kilogramm schwer war der Tresor, und doch schafften es Einbrecher, den Wertschrank aus einem Autohaus in Würzburg zu entwenden. Sowohl von den Dieben als auch von der Beute fehlt bislang jede Spur, gab die Kriminalpolizei Wiesbaden bekannt.
Nach Angaben des Polizeisprechers befanden sich in dem Safe Prüfplaketten sowie Bargeld in vierstelliger Höhe. Die Tat ereignete sich in der Nacht zum Freitag. Die Täter verschafften sich Zugang zum Parkhaus, indem sie eine der Schranken gewaltsam öffneten und so auf das Gelände gelangten. Im Parkhaus brachen die Einbrecher eine Nebentür auf und hoben den schweren Tresor auf ein Rollbrett. Mit noch unbekannten Mitteln gelang es der Bande im Anschluss, den Safe in ein Auto zu wuchten und zu flüchten.
Wenn Diebesbanden den Tresor nicht während des Einbruchs am Tatort aufbrechen, dann brechen sie ihn in der Regel aus seiner Verankerung und nehmen ihn mit, um ihn später in einer Werkstatt in Ruhe aufflexen oder aufschneiden zu können.
Im Euskirchener Stadtteil Kuchenheim hatten Einbrecher in der Nacht zum Donnerstag bei der Post eingebrochen und entwendeten dort Bargeld sowie Zigaretten. Den Safe allerdings ließen die Täter ungerührt. Offenbar verärgert über die Vergesslichkeit, versuchten die Diebe am anderen Abend erneut in das Gebäude einzudringen. Nach erfolgreichem Aufbrechen stahlen sie den Rest der Zigaretten sowie den Geldschrank der Postfiliale.
Da sie jedoch keine Zeit hatten, den Tresor an Ort und Stelle aufzubrechen, nahmen sie ihn kurzerhand mit und flüchteten auf den Bürgersteig. Dort angekommen, wurden sie von einem Passanten angesprochen, woraufhin die Täter ohne Tresor flüchteten. Damit beschränkte sich der Schaden auf einige Beschädigungen am Tresor und die gestohlenen Zigaretten. Richtig verankert, hätte der Safe allerdings niemals entwendet werden können.
Unerwartet, skrupellos, brutal: In der Nacht zu Freitag brachen bislang unbekannte Täter in ein Schnellrestaurant im bayerischen Ingolstadt ein. Gegen zwei Uhr nachts flexten die Einbrecher dort den Tresor auf.
Die Diebesbande war über das Fenster der Autoausgabe in das Gebäude gelangt. Sie durchsuchte sowohl die Gaststätte als auch die umliegenden Büroräume. In einem der Büros entdeckten sie schließlich einen Safe, den sie mit einer Flex aufzwängten und so etwa 7.000 Euro erbeuteten. Der Sachschaden an Fenster und Tresor beträgt etwa 2.000 Euro.
Sicherheitszertifizierte Tresore lassen sich nur unter großem Aufwand aufflexen. Darauf sollte beim Tresorkauf unbedingt geachtet werden.
Schock im österreichischen Wolfsberg: Bisher noch unbekannte Täter verschafften sich Zugang zu einem Wohnhaus und brachen brutal einen Wandtresor aus seiner Verankerung.
Nachdem die Eindringlinge das Fenster eingetreten hatten, hatten sie auf der Suche nach Wertgegenständen wie Schmuck, Waffen und Bargeld die ganze Wohnung durchwühlt. Schließlich waren sie fündig geworden und mit einer Brechstange den Safe aus der Wand gelöst.
Nach Angaben der Polizei nahmen die Einbrecher den Tresor schließlich als Beute mit. Schätzungen zufolge handelt es sich um eine fünfstellige Schadenssumme, mindestens jedoch 20.000 Euro.
Aufgrund der großen Gefahr durch Einbrüche ist es wichtig, für Tresorverankerungen eine Fachfirma zu beauftragen.
Die evangelische Kirche in Lahr (Ortenaukreis) wurde Opfer einer noch unbekannten Diebesbande. In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag drangen die Täter in die Sakristei des Gotteshauses ein, welches sich im Lahrer Stadtteil Kippenheimweiler befindet.
Der dort verankerte Tresor wurde aufgebrochen, aus der Wandhalterung gerissen und schließlich von den Räubern mitgenommen. Im Safe waren nicht nur die Opferbeiträge der vorherigen Weihnachtsgottesdienste und mehrere Messbecher, sondern auch die Kollekte für die Hilfsaktion "Brot für die Welt". Diese ist für die Unterstützung hungerleidender Menschen in Entwicklungsländern vorgesehen und dient der Bekämpfung der Armut.
Die Polizei schätzt den Schaden vor diesem Hintergrund auf einige Tausend Euro. Sie erbittet sich die Mithilfe der Bürger und empfiehlt als Vorsichtsmaßnahme, Tresore fest in der Wand verankern zu lassen.
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