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Tresorschloss/Tresortür

Tresorschlösser und Tresortüren

                                                                                                                                                                                                                                Jetzt Tresortür/Tresorschloss austauschen.

Tresorschloss austauschen, Tresortür Service

 

Extrasafe.de ist der Online-Shop mit der großen Auswahl an Tresoren, Tresortüren sowie Tresorschlössern. Wir führen die wichtigsten Arten von Doppelbartschlössern, mechanischen Zahlenkombinationsschlössern oder elektronischen Zahlenkombinationsschlössern. Darüber hinaus führen wir auch Notöffnungen, Schlossumrüstungen, Tresorschloss-Austausch und Nachschlüsselfertigungen an. Extrasafe.de ist eine Internetseite der Brüder Andreas und Wolfgang Gottschalk, die Sie stets persönlich beraten können (Telefon: +49 (0) 611 - 23 0 12). Nutzen Sie die große Erfahrung der Fa. Gottschalk, die bereits seit 1958 auf dem Gebiet des Tresore-Services tätig ist. Im unteren Text sind für Sie noch weitere Informationen zu den Bereichen Tresorschlösser und Tresortüren aufbereitet.

 

Die Geschichte der Schlösser

Die bekannten Schlüsselschlösser hatten bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreicht. Die Tresorschloss- und Tresortür-Hersteller verbesserten aber ihre Konstruktionen von 1850 an permanent weiter, so dass mehr oder weniger zwingend auch verbesserte Tresorschlösser und deren Weiterentwicklung zu in sich geschlossenen Verschlusssystemen angezeigt waren. Auch neue Arten der Bedrohung unterstützten diesen Zwang. Die Abkehr von der bis dahin gepflegten Ästhetik und die Entwicklung zu größerer Präzision war gefordert. Das bloße Tresortür-Schloss allein reichte nicht mehr aus, sondern es wurde im Zusammenspiel mit Schließbolzen und Verbindungsgestängen zum hochkomplizierten Verschlusssystem. An dieser Entwicklung waren nicht mehr allein die bis dahin bekannten Tresorschloss-Hersteller beteiligt, sondern die Tresor-Produzenten sahen es als ihre Aufgabe an, die Weiterentwicklung selbst zu betreiben.

Es ist unmöglich, alle Überlegungen, Erfindungen und Patente zu erwähnen und zu beschreiben, die vor allem Ende des 19. Jahrhunderts die Entwicklung beeinflusst haben. Hunderte von Patenten in allen Ländern zeugen von einem Entwicklungsschub ungewöhnlichen Ausmaßes. Um der Chronistenpflicht zu genügen, seien hier nur die wichtigsten Hersteller genannt, die daran beteiligt waren:

- England: Bramah, Chubb, J. Tann, Milner
- Frankreich: Bauche, Fichet, Haffner
- Deutschland: Kromer, Ade, Arnheim, Panzer, Leicher, Garny
- Niederlande: Lips
- Schweiz: Bauer
- USA: Sargent & Greenleaf, Mosler, Diebold, Yale
und viele andere mehr.

 

Das perfekte Tresorschloss von Kromer

 

Eine Entwicklung verdient hier besonders hervorgehoben zu werden, denn sie hat bis heute die Sicherheit von Tresorschlössern entscheidend beeinflusst. Theodor Kromer, Theodor Kromer, aus einer Schwarzwälder Familie kommend, die Präzisionsuhrenteile und Werkzeuge zu deren Herstellung fertigte, gründete 1868 in Neustadt/Schwarzwald sein eigenes Unternehmen, mit dem er sich ganz der Weiterentwicklung hochsicherer Schlösser widmete. 1872 erfolgte die Verlegung seines Unternehmens nach Freiburg, und bereits 1874 stellte er auf der Weltausstellung in Wien sein PROTECTOR-Schloss der Öffentlichkeit vor. Er gewann damit die Goldmedaille. Zeitgenössische Fachleute bezeichnen dieses Tresorschloss als einmalige und geniale Erfindung. Viele Patente in allen Ländern sicherten die Rechte auch für nachfolgend stetig weiterführende Verbesserungen.

Es konnte angesichts des harten Wettbewerbs in der Branche nicht ausbleiben, dass auch diese Entwicklung Anfeindungen von allen möglichen Seiten ausgesetzt war. Es folgten Tests und Gegentests, worauf im Januar 1887 über 60 Geldschrank-Hersteller aus dem europäischen Raum mit ihrer Unterschrift die einmalige Sicherheit, Qualität, Präzision und Solidität des Schlosses bezeugten.

Heute gehört das PROTECTOR-Schloss zu den meistverwendeten Schlüsselschlössern in Geldschränken und Tresortüren in ganz Europa. Natürlich ist auch dieses Schloss in den letzten Jahrzehnten ständig weiterentwickelt und den modernen Anforderungen angepasst worden. Was sind nun die kennzeichnenden Merkmale dieses Tresortür-Schlosses?

Ein rundes Schlossgehäuse enthält einen äußeren und einen drehbaren inneren Zylinder, der die Zuhaltungspakete aufnimmt. Beim Drehen des Schlüssels werden die Zuhaltungen nach rechts und links so geordnet, dass der innere Zylinder entsperrt wird und gedreht werden kann. Die Zuhaltungen haben Federn, die beim Zurückdrehen des Schlüssels die Rückkehr derselben in die Verschlussposition sicherstellen. Dies führt zu einem besonders weichen Schließvorgang.

Der Doppelbartschlüssel ist hochkompliziert. Die Einkerbungen des Schlüsselbarts weisen Schrägverzahnungen und konkave Einschnitte auf. Die Sicherheit wird dadurch deutlich erhöht, da während des Schließvorgangs ein formschlüssiges Positionieren der Schlüsselverzahnung an verschiedenen Punkten der Zuhaltungen erforderlich ist. Schlüsselkopien sind dadurch gleichzeitig sehr erschwert.

 

Tresortür mit Stechschloss

 

Es hat im Laufe der Zeit unendlich viele Nachahmungen gegeben, die jedoch diese Perfektion nicht erreichen konnten. In der gleichen Zeit tauchen bei verschiedenen deutschen Herstellern von Tresoren sogenannte Stechschlösser auf. Das Schlüsselloch ist klein und rechteckig, der Schlüsselbart in einem ebenfalls rechteckigen kurzen Rohr versteckt. Erst beim Einführen des Schlüssels ordnen sich die Schlüsselbärte im Schloss nach den Zuhaltungen, so dass ein Kopieren eines in unrechte Hände geratenen Schlüssels praktisch unmöglich ist. Es ist heute nicht mehr feststellbar, warum diese Ausführung später vom Markt verschwand.


Tresortüren mit federlosem Vierbartschloss

 

Die Firma Panzer AG, Berlin, bietet zur gleichen Zeit ihr federloses Vierbartschloss an. Auch hier liegt wohl der Hauptvorteil in der erschwerten Kopierbarkeit des Schlüssels. Interessant ist, dass alle Firmen mit eigenen Schlosskonstruktionen wahlweise auch das Kromer-Protector-Schloss anboten. Eine Handhabung, die aus der Tatsache verständlich wird, dass die Deutsche Reichsbank ihre Behältnisse grundsätzlich mit Kromer-Schlössern verlangte. Aber nicht nur das Schloss wurde mit wachsender Sicherheit der Geldschränke und Tresortüren weiterentwickelt. Es ging vielmehr darum, völlig neue Systeme zu finden, damit Verschlusssicherheit und Sicherheit der Wandungen in Einklang standen. Mit zunehmender Sicherheit von Tür und Wandungen gegen Angriffe mit thermischen Werkzeugen mussten Schloss und Riegelwerk hinter die Gesamtpanzerung verlegt werden. Der Weg des Schlüssels in das Schloss wurde länger. Zunächst behalf man sich mit Verlängerungsschäften oder zusammenklappbaren Gelenkschlüsseln. Eine nicht sonderlich befriedigende Lösung.

 

Tresorschlösser von Garny

 

1911 stellte die Firma Garny ein Schlüsselloch-Füllstück vor, das aus dem Schrank herausgezogen und an dessen vorderem Ende der kurze Doppelbartschlüssel aufgesteckt wurde. Wenige Jahre später folgten die Firmen Bode, Eggers, Panzer und wiederum Garny mit einer neuen Lösung, der Lafette. Eine Entwicklung, die in der deutschen Industrie noch heute den Stand der Technik widerspiegelt. Es handelt sich um eine im Schrank verbleibende teleskopartige Einrichtung, die herausgezogen und in deren vorderer Einkerbung der kurze Schlüssel eingelegt wird. Dieser Stand der Überlegungen war Ausgangspunkt für den nächsten Entwicklungsschritt. Die schlüssellose Zahlenkombination fand Eingang in die Verschlusssysteme. Man erreichte damit gleichzeitig zwei entscheidende Vorteile. Zum einen konnten Schlüsselloch-Füllstücke oder Lafette im Schrank festgeschlossen werden. Es blieb also im verschlossenen Zustand kein offenes Schlüsselloch, in dem manipuliert oder Sprengstoff eingeführt werden konnte. Zum anderen erhielt der Schrank oder die Tür auf diese Weise den bei Kreditinstituten ohnehin erforderlichen Doppelverschluss. Damit wurde das Vier-Augen-Prinzip elegant gelöst. Schlüssellose Zahlenkombinationsschlösser waren eigentlich gar nicht so neu. Ihre Vorläufer waren Buchstabenschlösser, die sich allerdings nie recht durchgesetzt haben.


Tresortür-Schlösser mit Ziffern-Kombination

 

Die ersten Ziffern-Kombinationsschlösser wurden erstmalig 1868, also zeitgleich mit der Erfindung des Protector-Schlosses, in den USA bekannt. Auch die Firma Kromer befasste sich schon früh mit Buchstaben-Kombinationsschlössern, so dass der Weg zu Ziffern-Kombinationen nicht sehr weit war. Jedoch auch andere Tresorhersteller arbeiteten an dem gleichen Problem. Bei einer Skala von 1 bis 100 ist für die Einstellung jeder zweiziffrigen Zahl eine Einstellscheibe im Innern des Schlosses verantwortlich. Für schwere Geldschränke und Tresortüren sind normalerweise 4-Scheiben-Kombinationen eingesetzt, denn mit der Anzahl der Scheiben wächst die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten und damit die Sicherheit des Schlosses. Um eine immer noch weit verbreitete Unsicherheit auszuräumen: Bei 100 Ziffern auf der Einstellskala und vier Scheiben beträgt die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten tatsächlich 1004 =100 Millionen, dagegen bei drei Scheiben nur eine Million. 1876 geschah in der Northampton Bank/Mass der erste überlieferte Fall einer Erpressung des Zahlengeheimnisses vom Kassierer unter Gewaltandrohung durch die Rechtsbrecher. Es gibt dazu eine sehr lebensechte zeitgenössische Darstellung. 1885 gab es in New York den ersten Fall der Schlüsselerpressung.


Das Zeitschloss

 

Solche Vorfälle gaben das Signal, einer Erfindung nachzugehen, die bereits 1873 von der Firma Sargent in den USA veröffentlicht wurde. Es handelt sich um das Zeitschloss, das es gestattet, das Öffnen der Tür, auch mit dem richtigen Schlüssel bzw. der richtigen Zahlenkombination, über einen vorher eingestellten Zeitraum zu verhindern. 1890 bereits wurde der deutschen Geldschrankindustrie von der Fa. Kromer, Freiburg, das erste Zeitschloss angeboten. Diese Zeitschlösser wurden im Laufe der folgenden Jahrzehnte natürlich weiterentwickelt und gehören heute mit einer Sperrmöglichkeit von bis zu zehn Tagen zu den ausgereiften Optionen im Verschlusssystem schwerer Sicherheitsbehältnisse. Sie bieten schon dadurch eine außergewöhnliche zusätzliche Sicherheit, weil sie ohne Durchbruch nach außen, hinter der Gesamtpanzerung angeordnet, keine Angriffsmöglichkeiten bieten. Allerdings muss man feststellen, dass im Gegensatz zu fast allen europäischen Ländern diese Möglichkeit heute in Deutschland ein ausgesprochenes Schattendasein führt. Es bleibt unergründlich, warum diese Abstinenz geübt wird gegenüber einer Einrichtung, die nachgewiesenermaßen hilft, Überfälle mit räuberischer Erpressung der Schlüssel zu verhindern.

Es sollte noch angemerkt werden, dass die Betriebe des Geldschrank- und Tresorbaues in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Betätigung auf dem Gebiet des Schlossbaues weitgehend eingestellt haben. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Der wesentliche dürfte wirtschaftlicher Natur sein. Mit zunehmender Automation der Fertigungsmethoden gerade im Schlossbau war es nicht mehr vertretbar, die relativ geringen Stückzahlen für den Eigenbedarf selbst zu produzieren. Der Zukauf von Spezialfirmen hat außerdem einen nicht von der Hand zu weisenden Sicherheitseffekt. Die zugelieferten Schlösser können unter Aufsicht in die Produktion gegeben und eingebaut werden. Die Zugehörigkeit eines bestimmten Schlosses zu einem bestimmten Schrank ist damit nicht mehr rekonstruierbar.

Mehr Informationen zu den Themen Tresortüren, Tresorschlösser, Austausch, Reparatur-Service und Wartung erhalten Sie unter Tel. +49 (0) 611 23012.


Kontakt

 

Franz Gottschalk GmbH
Tresore-Onlineshop extrasafe.de
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