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Tresorbau

Tresorbau in Deutschland

                                                                                                                                                                                Safes von allen Top-Tresorherstellern

 

Im Internet-Shop unter der Webadresse extrasafe.de können Sie Safes von allen Tresorbauern für Ihre individuellen Ansprüche finden und online erwerben. Extrasafe.de ist ein Projekt der Brüder Andreas und Wolfgang Gottschalk, die Sie jederzeit gerne persönlich beraten (Telefon: +49 (0) 611 - 23 0 12). Die Fa. Gottschalk ist in Wiesbaden/Hessen ansässig und bereits seit 1958 in der Sicherheitsbranche tätig. Nachstehend finden Sie weitere Informationen zum Thema Tresorbau und Nachttresor-Anlagen in Deutschland. Auch im Online-Shop extrasafe.de finden Sie die Produkte von den folgenden Top-Tresorbauern:

- Burgwächer

- Format

- ISS
- Sistec
- Rottner
- Müller
- Chubb
- Stückrad
- Distelrath
- Hossbach

 

Die Geschichte der Tresorbauer in Deutschland

 

Der Ausbruch des Krieges im Juli 1914 setzte der dynamischen Entwicklung der Tresorbau-Branche ein jähes Ende. Die gerade im Tresorbau so wichtigen, erfahrenen Schlosser und Konstrukteure wurden einberufen. Die Eisen- und Stahlerzeugung ging in den ersten Monaten um mehr als 25 Prozent zurück. Der verbleibende Rest wurde für die Kriegsproduktion gebraucht, sodass spontan eine große Materialknappheit einsetzte. Da sich Deutschland mit fast allen europäischen Staaten im Kriegszustand befand, brachen die mit viel Energie und Einsatz von Mitteln aufgebauten Exportpositionen schlagartig zusammen. Die Betriebe, auch die Tresorhersteller, mussten überwiegend auf Kriegsproduktion umgestellt werden. Es trat ein Stillstand jeglicher Entwicklung ein, der auch nach Beendigung des Krieges keineswegs behoben war. Revolution, Spartakusaufstand, Streik im Ruhrgebiet, französische Besetzung des Rheinlands und von Teilen des Ruhrgebiets und die mit den Reparationszahlungen einhergehende Inflation forderten noch viele Jahre nach Ende des Krieges ihren Tribut. Als im November 1923 mit der Einführung der Rentenmark die Inflation beendet wurde, konnte man zwar aufatmen, jedoch war der Leidensweg der gesamten Wirtschaft keineswegs zu Ende. Die soviel zitierten »goldenen zwanziger Jahre« mit ihrem überzogenen Amüsierbetrieb, überdeckten lediglich die tiefsitzende Depression in der Welt und die sich bereits anbahnende Weltwirtschaftskrise, die in den Jahren 1930 bis 1933 ihren Höhepunkt erreichte. Das war der Boden, auf dem sich der Nationalsozialismus ausbreiten und 1933 die Regierung übernehmen konnte. Die Betriebe der Tresorhersteller waren in dieser Zeit drastisch verkleinert, die Belegschaften deutlich verringert worden. Teilweise wurden völlig andere Gebrauchsgegenstände aus Stahl hergestellt und Reparaturschlosserarbeiten übernommen. 1931 wurde in dieser Notsituation in Berlin die »Verkaufszentrale Deutscher Geldschrankfabriken« (VZ) gegründet, an der sich die Firmen ADE-Arnheim, Bode-Panzer AG, Franz Garny GmbH und Pohlschröder & Co. beteiligten. Es war der Versuch, durch Straffung der Produktlinien in den Werken und durch Zusammenlegung des Vertriebs Kosten zu sparen und die Effizienz zu steigern. Die notwendigerweise mit einem solchen System verbundenen Produktionsquoten haben wohl frühzeitig zu Verstimmungen zwischen den beteiligten Firmen geführt, so dass die Verkaufszentrale bereits 1932 ihre Tätigkeit wieder einstellte. Der mit der Aufrüstung durch die nationalsozialistische Regierung ab 1933 eingeleitete Aufschwung führte zu einer deutlichen Verbesserung der Wirtschaftslage in dieser Branche. Außerdem verlangte der alles und jedes verwaltende Arm der totalitären Regierung eine große Menge von Geldschränken für Verwaltung und Industrie. Der »GEHEIM-Rausch« tat ein übriges. Es wurde der sogenannte Behörden-Akten-Schrank (BA-Schrank) geboren, der in genormter Konstruktion und genormten Größen in erheblichen Stückzahlen hergestellt und verkauft wurde. Doch dieser Aufschwung währte nur kurze Zeit!

 

Die ersten Nachttresor-Anlagen werden installiert

Das wirtschaftliche Umfeld der Nachkriegszeit war schwierig, aber gleichzeitig Ansporn zu neuen Ideen. Wirtschaftliche Not in breiten Kreisen und die dadurch bedingte Unsicherheit gaben den Anstoß zu einer Entwicklung, die heute nicht mehr wegzudenken ist und zur selbstverständlichen Ausstattung einer jeden Bankzweigstelle gehört. Der Nachttresor, von Ade in Berlin entwickelt, wurde 1928 dem Markt erstmalig vorgestellt. Die Idee war naheliegend, brachte sie doch den Gewerbetreibenden die Möglichkeit, ihre Tageseinnahmen auch nach Schalterschluss noch in sichere Verwahrung zu geben. Unterstützt von etlichen Gebrauchsmustern und Patenten wurde die Innovation des Nachttresores mit einer für die damalige Zeit einmaligen Unterstützung der Presse auch den Bankkunden bekanntgemacht. Eine Innovation, die von der Bankenwelt spontan akzeptiert wurde. Fast alle Tresorhersteller übernahmen in abgewandelter Form die Grundidee bzw. fertigten in Lizenz. Zweifellos eine nicht unbedeutende Hilfe für die Gesamtentwicklung der Branche, denn sie brachte zusätzlichen Absatz von schweren gepanzerten Nachttresor-Schränken.

Bei Kriegsausbruch 1939 standen zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahrzehnte die deutsche Industrie und auch der Tresorbau nach schwierigen Jahren unsicherer Wirtschaftslage vor einem erneuten Zusammenbruch. Das Material war wiederum knapp und kontingentiert, sodass im wesentlichen nur noch Behördenaufträge ausgeführt werden konnten. Wiederum waren die erfahrenen Mitarbeiter eingezogen worden. Luftangriffe, Beschädigungen und Zerstörungen der Betriebe und der Personalmangel zwangen die Unternehmen, die Produktion zu drosseln und weitgehend einzustellen. Einzelne Tresorhersteller verlagerten ihre Fertigung in weniger von Luftangriffen gefährdete Gebiete. Im übrigen war man gezwungen, Blechteile für die Rüstung herzustellen. Man musste von einem totalen Abriss jeglicher Weiterentwicklung des ursprünglichen Betätigungsfeldes ausgehen. Eine ganze Reihe von Firmen überlebte diesen Aderlass nicht.

 

Tresorbau in Deutschland nach Kriegsende

 

Am Ende des Krieges lag die Branche zerstört und ausgeblutet am Boden. Die Produktion kam dort, wo die Betriebe leidlich unzerstört überlebt hatten, nur stockend in Gang. Es dauert lange, bis die sehnlichst erwarteten fähigen Mitarbeiter aus dem Felde oder der Gefangenschaft zurückkehrten. Das Material war kontingentiert und Eisenscheine waren für die Produktion von Geldschränken nicht zu bekommen. Auch in dieser Phase half man sich damit, die durch Kriegseinwirkung beschädigten Geldschränke und Tresortüren im Auftrag der Kunden zu reparieren. Außerdem wurden von den Firmen überwiegend dringend benötigte Bedarfsgegenstände aus Stahlblech hergestellt, für die vielfach Eisenscheine zur Verfügung gestellt wurden. In dieser Zeit verhindert natürlich auch die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen den wirtschaftlichen Verkehr und Warenaustausch zwischen den einzelnen Gebieten. Erst die Währungsreform im Juni 1948 und die Verabschiedung des Grundgesetzes 1949 beseitigten viele Hindernisse und gaben den Weg frei für die Wiederingangsetzung der deutschen Wirtschaft. Ungeahnte Kräfte wurden geweckt, denn die Menschen sahen sehr realistisch, dass sie nun ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen mussten, um den Aufbau des zerstörten Deutschlands voranzubringen. Für die Geldschrank- und Tresorbauindustrie bedeutete das - wie für die gesamte Wirtschaft - einen völligen Neubeginn. Die Betriebe mussten zum größten Teil wieder aufgebaut und der Maschinenpark neu geschaffen werden. Es hätte keinen Sinn gehabt, alte Konstruktionen auszugraben, die überwiegend auch gar nicht mehr vorhanden waren. Es war ein Anfang praktisch vom Punkt Null an. Die Erfahrung der Unternehmer und die Professionalität der Mitarbeiter waren das Startkapital. Unterstützt wurde dieser Wiederbeginn natürlich durch die Tatsache, dass ein enormer Bedarf nach den Zerstörungen des Krieges vorhanden war. Banken und Sparkassen waren gezwungen, ihre Gebäude wieder aufzubauen, und boten ein großes Potential. Auch Verwaltung und Wirtschaft boten eine Fülle weiterer Absatzmöglichkeiten.

 

Tresorproduzenten erhalten Aufschwung durch Zweigstellennetze der Banken

 

Mit dem Wegfall der Bedürfnisprüfung für die Errichtung von Zweigstellen kam Ende der 50er Jahre ein weiterer Bedarfsschub der Banken auf die Tresorproduzenten zu. Die Deutsche Kreditwirtschaft schuf in den folgenden Jahren ein flächendeckendes Zweigstellennetz, das heute zu den dichtesten der größeren Industrienationen zählt. Vor diesem Hintergrund entstanden neue Ideen und Baugruppen von Geldschränken und Tresortüren, wobei diese sehr konsequent in unterschiedliche Sicherheitsstufen aufgeteilt waren, um dem Bedarfsträger die Möglichkeit zu geben, nach dem jeweiligen Risiko und der Höhe der aufzubewahrenden Werte auszuwählen. Es gab Sonderkonstruktionen, die für bedeutende Neubauvorhaben speziell entwickelt wurden und durchaus beeindruckende Lösungen darstellten. Die Bezeichnungen der Sicherheitsstufen folgten jedoch immer noch den bereits Ende des vorigen Jahrhunderts entstandenen Begriffen. Ein Beweis für den wirklichen, messbaren Grad der Sicherheit gab es noch nicht. In dem Maße, wie sich die Kreditinstitute der schnell wachsenden elektronischen Datenverarbeitung bedienten, entstanden auch in der mechanischen Sicherungstechnik erste Lösungen, die sich dieses Metiers annahmen. So wurden erstmalig zu Beginn der 70er Jahre Kundenmietfachanlagen entwickelt, die die Schließfunktion des Tresorverwalters auf dieses neue Medium übertrugen. Eine Lösung, die nicht nur dem Kunden ein hohes Maß an Komfort und Diskretion bescherte, sondern die Sicherheit solcher Anlagen mit unbestechlicher Elektronik sichtbar erhöhte. Heute gehören solche Konfigurationen zum selbstverständlichen Bestandteil jeder größeren Mietfachanlage. Das immer wieder vorherrschende Ziel, die Sicherheit weiter zu erhöhen, brachte neue Tresortürkonstruktionen, die sich nicht immer durchsetzen konnten, jedoch beachtenswerte Beispiele für die Innovationsfreudigkeit dieser Branche sind. Um z.B. jegliche Durchbrüche durch die Tür für die Schlösser zu vermeiden, entstanden elektrohydraulisch betätigte Türen, deren gesamtes Verschlusssystem im Rahmen untergebracht war. Dies war eine elegante und ohne Zweifel sehr sichere Lösung. Etwa um die gleiche Zeit entstand in der Schweiz die Idee, die kompakte Panzerstärke der Tür zu verdoppeln, indem man diese als senkrecht drehbaren Zylinder ausbildet, der in der Mitte für den Durchgang geschlitzt ist. Eine frappierende Lösung, denn ein rechtsbrecherischer Aufbruch einer so gestalteten Tür ist fast auszuschließen.
Wirtschaftlich messbare Erfolge waren diesen und ähnlichen Lösungen allerdings verwehrt. Geringe Stückzahlen und aufwendige Fertigung führten zu sehr hohen Verkaufspreisen, die in der Regel nur dort aufgewendet wurden, wo es darum ging, sehr hohe Werte aufzubewahren oder Repräsentationsanforderungen zu erfüllen. Wichtig erscheint aber, dass die Branche erste Schritte tat, um die Intelligenz elektronischer Steuerungen in ihren Erzeugnissen nutzbar zu machen. Eine echte Integration mechanischer Sicherheitstechnik und elektronischer Steuerung und Überwachung erfolgte dann im Rahmen der Automation des Zahlungsverkehrs, bei der kunden- oder mitarbeiterbediente Terminals die Auszahlungen übernehmen. Neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Schließtechnik lassen den Schluss zu, dass es in nicht zu ferner Zeit möglich sein wird, das jetzt noch aus mehreren Schlössern bestehende Verschlusssystem eines Panzergeldschrankes oder einer Tresortür komplett elektronisch zu betreiben. Die praktische Bewährung solcher Systeme steht noch aus, jedoch werden die fast unbegrenzten Möglichkeiten der Elektronik helfen, auch auf diesem Gebiet die Sicherheit weiter zu erhöhen.

Mehr Informationen zu den Themen Tresorbau und Nachtresor-Anlagen erhalten Sie unter Tel. +49 (0) 611 23012.

 

Kontakt

 

Franz Gottschalk GmbH
Tresore-Onlineshop extrasafe.de
Storchenallee 47
65201 Wiesbaden/Hessen
Deutschland

Telefon: +49 (0) 611 - 23 0 12
Telefax: +49 (0) 611 - 25 6 85
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